Menu

Die Geburt derTherme I.

 

2013 ist das Jubiläumsjahr für Bad Füssing und den Lindenhof: Seit mehr als 75 Jahren sprudelt aus einer Tiefe von knapp 1000 m mit 56 °C und einer Schüttung von 3000 l/min. das Bad Füssinger Thermal-Mineral-Heilwasser.

Die Familie Ortner, auf deren Grund die stärkste Schwefelquelle Europas einst entdeckt wurde, ist Eigentümer dieser Therme I.

Der Hof des "Bauern in Füssing" (Familie Wimmer) war einer von sechs Anwesen im Weiler Füssing mit insgesamt 38 Einwohnern. Die niederbayerische Vierseithofanlage der Familie lässt sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1846. Die Hofanlage bestand aus dem Wohnhaus, den Stallungen für Rinder, Pferde, Schafe und Schweine, der Scheune und der Wagenremise. Aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg baute Georg Wimmer 1925 eine Kapelle zwischen zwei alten Linden vor dem Hof. Georg Wimmer verstarb 1932.

Während des Dritten Reichs suchte man im Inntal, insbesondere in der Pockinger Heide, nach Erdöl. 1937 unterschrieb Frau Wimmer einen Vertrag mit der Bayerischen Mineralölindustrie (BMI), in dem festgelegt war, dass auf ihrem Grund nach Öl gebohrt werden durfte. 150 Meter vom Hof entfernt begannen im Herbst 1937 die Bohrarbeiten auf einem Acker.

Am 8. Februar 1938 spritze aus einer Tiefe von 960 m heißes Schwefelwasser anstatt Öl fontänenartig über den Bohrturm – die Therme I war geboren.


Die Enttäuschung über das ungewollte Wasser stellte die Bohrgesellschaft vor ein Problem. Öl sollte der deutschen Wirtschaft helfen, für heißes Schwefelwasser zeigte zu dieser Zeit niemand Interesse. Die BMI verschloss deshalb das Bohrloch und überbaute die Bohrstelle mit einer kleinen Holzhütte. Vielleicht konnte man ja später aus dem Thermalwasser Nutzen ziehen. Frau Wimmer erhielt den Schlüssel zur unscheinbaren Hütte zur Verwahrung.

Im Jahr 1946 heiratete Franz Ortner aus Schmidham Mathilde Wimmer, eine Tochter der Wimmerbäuerin und übernahm den Bauernhof. Von nun an nannte sich das Anwesen Ortnerhof. Franz Ortner wusste von der Bohrung und dem heißen Wasser. Der Schlüssel zur Holzhütte sperrte ihm das "Tor zur Veränderung seines Lebens und zur Gründung eines neuen Kurorts" auf.

Er öffnete den Bohrverschluss, das Wasser schoss 30 Meter in die Höhe und ein Badetümpel entstand. Kinder, alte Menschen, Kriegsheimkehrer, aber auch Juden und Amerikaner vom nahe gelegenen Gefangenenlager Waldstadt kamen zum Baden und verspürten Besserung ihrer Beschwerden. Franz Ortner kannte zu dieser Zeit die Zusammensetzung des Wassers nicht, merkte aber, dass es sich um Heilwasser handelte.

Franz Ortner war der einzige, der daran glaubte, dass die Heißwasserquelle neben seinem Hof die Grundlage für ein Kurbad sei. Alle stellten sich gegen ihn. Doch konnte ihn niemand von seiner Idee abbringen. Er ließ gebrauchte Abflussrohre zu Sitzwannen umfunktionieren, errichtete einen Brunnen zur Kühlung des 56 °C heißen Thermalwassers und kämpfte energisch um das Wasserrecht. Auf sein Einwirken unterstützten ihn die jüdischen Bewohner des Lager Waldstadt sehr und beschlagnahmten die Quelle. Franz Ortner wurde von den Juden als erster Bademeister angestellt.

Die BMI ließ im Balneologischen Institut in München eine Wasseruntersuchung durchführen, die die Quelle als stärkste Schwefelquelle Europas auswies. Nun erkannte auch die BMI den Wert des Wassers und führte 1947 die Therme als öffentliches Bad weiter – der Beginn des Thermalbads Füssing.

Genussvolle Momente

Schenken Sie Auszeit und Genuss zugleich.

Mit unseren Gutscheinen machen Sie Ihren Liebsten bestimmt eine große Freude. Sie können je nach Belieben zwischen drei Gutscheinen auswählen. Alle drei Gutscheine können sowohl im Hotel, in der Weinpress als auch im Wirt z'Füssing verrechnet werden. Unsere Gutscheine können Sie telefonisch unter der Nummer 08531 279-0 oder ganz bequem in unserem neuen Gutschein-Shop unter shop.ortners-lindenhof.de bestellen.

Jetzt bestellen

Newsletter Anmeldung

Sie möchten stets über neue Angebote und Veranstaltungen des Lindenhofs informiert werden?

Registrieren Sie sich schnell für unseren Newsletter.

Pflichtfelder rot markiert